Skip to content
FluccoSan
Menu
  • Aktuelles
  • Projektkonsortium
  • Testbeds
  • Kontakt
  • Impressum
  • FluccoPLUS
Menu

Systemdienliches Nutzer:innenverhalten: Begriffe klären, Potenziale nutzen

Posted on 30. Juli 2026 by Jens

Hohe Leistungsspitzen belasten derzeit die unteren Netzebenen. Um diese Spitzen zu vermeiden, braucht es einen möglichst system- bzw. netzdienlichen Betrieb von Stromerzeugungs-, Verbrauchs- und Energiespeicheranlagen. Die Begriffswelt ist jedoch uneinheitlich: Neben „System-“ und „Netzdienlichkeit“ kursieren Bezeichnungen wie „system- und netzorientiert“, „systemrelevantes Verhalten“ oder „netzfreundlich“, deren Abgrenzung nicht klar ist. Das führt bei uneinheitlicher Verwendung zu unterschiedlichem Verständnis innerhalb der Branche.

In Österreich seit Ende 2025 der „systemdienliche Betrieb“ im Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ElWG) gesetzlich definiert:

„Systemdienlicher Betrieb“ die Betriebsart einer Stromerzeugungs-, Verbrauchs- oder Energiespeicheranlage, bei der systemdienlicher Nutzen im Sinne von Kostenreduktionen, Kostenvermeidung oder Aufrechterhaltung der Netz- und Versorgungssicherheit erbracht wird, insbesondere durch die Erbringung einer Flexibilitätsleistung, den Betrieb an einem bestimmten, durch die Ausweisung im Netzentwicklungsplan für das Verteiler- oder Übertragungsnetz definierten Standort oder nach den Anforderungen des Netzbetreibers. Kostenvermeidung oder Kostenreduktion liegt insbesondere dann vor, wenn auf Grund vorliegender oder prognostizierter Erzeugungs- und Verbrauchsdaten oder auf Grund technischer oder vertraglicher Gegebenheiten offensichtlich ist, dass der Höchstleistungsbeitrag der Anlage vorhersehbar erheblich von der zeitgleichen Jahreshöchstleistung aller Entnahmen aus dieser Netz- oder Umspannebene abweicht.
(§ 6 Abs 1 Z 148 ElWG)

Der im Alltag häufiger verwendete Begriff „Netzdienlichkeit“ bleibt jedoch weiterhin ohne einheitliche Festlegung. Die Technologieplattform Smart Grids Austria, Vernetzungsplattform für zukünftige Energiesysteme, arbeitet deshalb an konsistenten Begriffserklärungen zu netzfreundlichem, netzdienlichem, systemdienlichem und systemnützlichen Verhalten.  Diese können von anderen Definitionen, wie der des ElWGs abweichen:

  • Netzfreundlichkeit = „aktiver“ Beitrag der Anlage
  • Netzdienlichkeit = die Fähigkeit der aktiven Steuerung von Anlagen ist, welches auf Vorgaben des Netzbetreibers, beziehungsweise auf dem lokalen Netzzustand basieren
  • Systemnützlichkeit =  die Anpassungsfähigkeit einer Erzeugungsanlage oder eines Energiespeichers, der Leistung, mit dem Ziel, das Stromsystem positiv zu beeinflussen.
  • Systemdienlicher Betrieb = der Zeitraum einer Stromerzeugungsanlage, Verbrauchsanlage oder Energiespeicheranlagen zur tatsächlichen Erbringung einer Flexibilitätsleistung.

(https://www.smartgrids.at/kernthemen/netz–und-systemdienlichkeit/)

Im Rahmen des Projekts FluccoSan wird systemdienliches Nutzer:innenverhalten im Wohnkontext als ein an die jeweilige Stromnetzsituation angepasstes Verhalten definiert.  So wird in diesem Fall netzdienliches und systemdienliches Verhalten synonym verwendet.

Da Nutzer:innen je nach Wohnform sich nur eingeschränkt systemdienlich Verhalten können, werden in dem Projekt folgende Maßnahmen weiter verfolgt:

  • Umsetzung von Lastmanagement
  • Teilnahme an lokaler Energiegemeinschaften
  • Verschieben von Komfortgrenzen
  • Anpassung des Verbrauchs anhand von Preis‑ und Erzeugungsprognosen für den Folgetag (z. B. über AWATTAR)

Im weiteren Projektverlauf werden Bewohner:innen zu Akzeptanz und Motivation, ihr Verhalten entsprechend systemdienlich anzupassen befragt


Laufzeit von 09.2024

Laufzeit in Monaten: 36


Informationen zu den Datenschutzrichtlinien

 

©2026 FluccoSan | Built using WordPress and Responsive Blogily theme by Superb